Die Einnahme von Antibiotika ist bei bestimmten Krankheitsverläufen unumgänglich und auch ärztlich angeraten. Doch obschon Antibiotika dabei helfen, wieder gesund zu werden, richten Sie insbesondere im menschlichen Darm auch Schaden an und führen zu sogenannten Dysbiosen. Was Sie dagegen unternehmen und wie Sie Ihren Darm wieder sanieren können, zeige ich Ihnen in diesem Beitrag.

Entdeckt wurde das erste Antibiotikum bereits 1928. Alexander Fleming hat damals durch einen reinen Zufall einen Schimmel entdeckt, in dessen Nähe sich Keime nicht vermehrten. Er nannte diesen bakterientötenden Schimmel Penicillin, kam jedoch nicht auf die Idee, ihn in der Medizin als Medikament zu verwenden. Diese Idee hatten erst die drei Forscher Howard Florey, Norman Heatley und Ernst B. Chain, die es erst ganze zehn Jahre später schafften, den Wirkstoff zu isolieren und die tatsächliche Wirkung gegen sogenannte grampositive Bakterien zu beweisen. Nochmals drei Jahre später fand man dann bei der Verabreichung von Penicillin an einen Patienten mit Blutvergiftung heraus, dass es ausschlaggebend ist, das Antibiotikum über das Abklingen der Symptome hinaus verabreicht werden muss, um keinen sofortigen Rückfall des Patienten zu riskieren.

Penicillin dient auch heute noch als Grundlage für die meisten Antibiotika, wobei mittlerweile verschiedene Antibiotika entwickelt wurden, die je nach Bedarf unterschiedliche Bakterien angreifen. Auch sogenannte Breitbandantibiotika gehören heutzutage zur grundlegenden Medikamentenauswahl in der Medizin.

Antibiotika schaden der Darmflora

Die Auswirkungen von Antibiotika bzw. einer Antibiose

Die medizinische Behandlung mittels Antibiotika wird auch Antibiose genannt. Dabei werden gezielt Antibiotika verschrieben bzw. eingenommen, um bestimmte krankheitserregende Bakterien oder Pilze im menschlichen Körper zu bekämpfen. Während die bakterientötenden und schimmel-basierten Mittel jedoch bestimmte schädlichen und krankheitserregenden Bakterien töten, können sie gleichzeitig nicht davon abgehalten werden, auch andere, für den menschlichen Körper nützliche Bakterien zu töten. Kurzum: Durch die Antibiose, sprich die Therapie einer Krankheit mit Antibiotika kommt es insbesondere im menschlichen Darm zu einem Kahlschlag, was wiederum dem menschlichen Körper nicht zuträglich ist.

Palleja et al. (2018) konnten in ihrer Studie feststellen, dass bereits eine 4 Tägige Antibiotikaeinnahme, das Darmmilieu über Monate oder sogar Jahre negativ beeinflussen kann.

Denn besonders im menschlichen Darm bzw. in der Darmflora befinden sich Milliarden unterschiedlicher und nützlicher Bakterien, mittels derer der Körper verschiedene Funktionen erledigt. So tragen bestimmte Bakterien beispielsweise dazu bei, dass die eingenommene Nahrung besser verarbeitet werden kann und die darin enthaltenen Nährstoffe vom Körper leichter absorbiert werden können. Ebenfalls tragen gute Bakterien dazu bei, dass schädliche Bakterien bekämpft und so dem Körper nicht schaden können, produzieren zudem Vitamine für den Körper und stärken so das menschliche Immunsystem insgesamt. Das Gleichgewicht dieser Bakterien-Ansammlung, auch Mikrobiom genannt, ist ebenso wichtig für unsere Gesundheit, wie es empfindlich ist.

Wird das Gleichgewicht gestört, drohen dem Menschen neurologische und entzündliche Erkrankungen, wie beispielsweise der Entzündung der Darmschleimhaut, Infektionen bis hin zu Diabetes und Übergewicht. Denn durch die durch Antibiotika induzierte Zerstörung der natürlichen und nützlichen Darmflora, entfällt auch die Abwehr unseres Körpers, wodurch sich schädliche, aggressive und vor allem auch antibiotikaresistente Keime und Bakterien ungehindert ansiedeln und vermehren können. Es gibt sogar wissenschaftliche Hinweise darauf, dass sogar Krankheitsbilder wie multiple Sklerose oder Stoffwechselerkrankungen mit der bakteriellen Besiedlung im Darm in Zusammenhang stehen könnten.

Antibiotika schaden der Darmflora

Durch gezielten Darmaufbau nach Antibiose den Darm schützen​

Umso wichtiger ist es daher, eben dieses Mikrobiom in seinem Gleichgewicht zu unterstützen und zu stärken, insbesondere während und auch nach einer Antibiose. Wohlwissend, dass eine Therapie mit Antibiotika dazu führt, dass eine große Anzahl der förderlichen Bakterien im Darm zerstört werden. Ganz unabhängig ob Sie bereits kurzfristig Auswirkungen verspüren, wie beispielsweise Durchfall, Blähungen oder Bauchschmerzen, oder langfristige Störungen feststellen, durch den gezielten Darmaufbau bereits während einer Antibiose tun Sie sich und Ihrem Körper einen großen Gefallen.

Besonders ideal für den Darmaufbau nach Antibiose, aber auch ganz allgemein, sind probiotische Lebensmittel. Dabei handelt es sich um lebende Mikroorganismen, sprich Milchsäurebakterien und Hefen. Enthalten sind diese wiederum in bestimmten Lebensmitteln und gelangen durch deren Verzehr durch den Verdauungstrakt in unseren Darm, wo sie für den Wiederaufbau der Darmflora bzw. des Mikrobioms sorgen und damit auch das Immunsystem stärken.

Antibiotika schaden der Darmflora

Probiotische Lebensmittel zum Darmaufbau nach Antibiose

Zu den wohl bekanntesten probiotischen Mitteln gehören probiotische Getränke, wie Actimel oder Yakult, die spezielle Milchsäurebakterien enthalten. Ebenfalls bekannt für ihre probiotische Wirkung sind milchsauer vergorene Lebensmittel wie Joghurt, Brottrunk und Sauerkraut und es gibt zudem auch weitere natürliche Arzneimittel, die speziell probiotisch und damit die Darmflora unterstützend sind.

Das Problem bei den vielumworbenen, probiotischen Joghurtprodukten, ist die Tatsache, dass viele gesundheitsfördernde Bakterien nur eine sehr kurze Lebensdauer von etwa 5 Tagen aufweisen. Richtig aktiv sind diese Bakterien häufig nur in den ersten 48 Stunden nach der Zubereitung des Joghurts. Das bedeutet, dass Joghurts (Actimel, Yakult ect.) aus dem Supermarkt eben nur bedingt für den Darmaufbau geeignet sind.

Doch Sie können Ihre Darmflora auch bereits präventiv stärken: Mit der Aufnahme von sogenannten präbiotischen Lebensmitteln sorgen Sie für ein optimales Darmmilieu. Diese dienen der Unterstützung und Stärkung der bereits in Ihrem Darm vorhandenen, gesunden Bakterien. Zu den präbiotischen Lebensmitteln gehören beispielsweise Leinsamen, Weizenkleie, Schwarzwurzeln, Flohsamen, Chicorée und auch Topinambur. Alles in allem sind sogenannte langkettige Kohlenhydrate und Ballaststoffe das, worauf Sie bauen sollten.

Achten Sie zudem darauf, dass Sie grundsätzlich genügend Obst und besonders grünes Gemüse zu sich nehmen, genügend Flüssigkeit trinken (mind. 1,5 Liter pro Tag und ungesüßt) und sorgen Sie zudem auch für genügend Bewegung, denn auch diese wirkst sich positiv auf Ihre Darmaktivität und damit Ihre Darmflora bzw. Ihr Mikrobiom aus.

Probiotika für den Darmaufbau nach Antibiose​

Als Probiotika werden Nahrungsergänzungsmittel bezeichnet, die meistens mehrere nützliche Bakterienstämme sowie mehrere Milliarden Bakterien enthalten. Weiterhin werden Ballaststoffe als Nährstoffe für die Bakterien inkludiert. Diese Bakterien können sich zwar nicht langfristig im Darm ansiedeln, sind aber in der Lage die Verdauung günstig zu beeinflussen, wichtige Nährstoffe bereitzustellen und gegebenenfalls krankmachende Bakterien und Pilze im Darm abzutöten.

Im Gegensatz zu den gekauften und im seltensten Fall frischen Joghurtprodukten, sind diese Probiotika wasserentzogen und schockgefrostet. Durch die Zugabe von z.B. Wasser, erwachen sie zum Leben und beginnen einen frischen 5 tägigen Lebenszyklus.

Das Produkt, welches zurzeit gute Forschungsergebnisse aufweist, ist das Probiotikum Omni Biotic 10 AAD vom Institut Allergosan in Österreich. Das AAD im Namen steht für Antibiotika Assoziierte Diahrrhö, weshalb dieses Produkt exakt auf die Problematik der Darmschädigung bei Antibiotikaeinnahme ausgerichtet ist.

Laut Studien konnte Omni Biotic 10 zum Beispiel Antiobiotika bedingte Durchfälle über 50% reduzieren.

Nach Aussagen vom Institut Allergosan, wird bereits in vielen österreichischen Kliniken, bei einer Antibiotika- Therapie, Omni Biotic 10 zum Schutz des Darmmilieus verabreicht.

Anleitung Darmaufbau nach Antibiose​

Antibiotika schaden der Darmflora

Im besten Fall beginnen Sie den Darmaufbau bereits während der Antibiotika- Therapie! Die Einnahme eines Probiotikums sollte 1 Stunde vor oder nach der Antibiotikaeinnahme erfolgen.

Wie bereits erwähnt, lohnt es sich den Darmaufbau nach Antibiose bereits mit einer angepassten Ernährung zu beginnen.

Eine der simpelsten Empfehlungen, um eine Basisabsicherung mit den notwendigsten Nährstoffen sicherzustellen, ist die tägliche Zubereitung eines grünen Smoothies.

Ein Basisrezept, welches nach dem eigenen Geschmack verfeinert werden darf, stelle ich hier bereit.

Eine weitere beliebte Methode, ist die Einnahme von Flohsamenschalen. Dafür Einfach 1 Teelöffel Flohsamenschalen in etwa 200 Milliliter Wasser einrühren und austrinken. Am besten, langsam ein weiteres Glas Wasser hinterher trinken.

Darmaufbau mit Probiotika

Zusätzlich zur angepassten Ernährung und der Nährstoffabsicherung lässt sich eine 1 – 3 Monate lange Probiotika- Einnahme empfehlen.

Omni Biotic 10: 14 – 28 Tage

1 Packung morgens ca. 20 – 30 Minuten vor dem Frühstück sowie 1 Packung abends ca. 2 Stunden nach der letzten Mahlzeit in ein Glas Wasser (125ml) oder Saft einrühren, 1 Minute warten und austrinken.

Omni Biotic SR9: 56 Tage

Nach der 14 – 28 tägigen Omni Biotic 10 Kur, lohnt es sich den Darm für weitere 56 mit Omni Biotic SR9 zu unterstützen. Im besten Fall erfolgt die Einnahme ebenfalls 2 Mal täglich. Aber auch eine einmalige tägliche Einnahme vor dem Schlafen gehen, kann sich positiv auswirken!

Bei Fructoseintoleranz sollte die Aktivierungszeit in Wasser oder Saft etwa 30 Minuten betragen.

Darmaufbau mit Amazonas Darmreinigung

Eine weitere geniale Maßnahme für die Pflege und die Gesunderhaltung des Darms ist die Amazonas Darmreinigung. Sie enthält Flohsamenschalen und zahlreiche Heilpflanzen aus dem südamerikanischen Raum. Der Mix aus Ballaststoffen und ausgewählten Heilpflanzen ist eine wohltat für den Darm. Warum und wie Ihr sie anwenden könnt, lest Ihr hier.

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