Anti – Entzündliche – Ernährung

– Gesund durch Essen

Jede Erkrankung beginnt mit einer Entzündung. Genauer gesagt, mit einer Antwort unseres Immunsystems auf den „Eindringling“. Egal ob Rheuma, Osteoporose, Rückenschmerz, Arthrose, Multiple Sklerose oder Demenz, für all diese Erkrankungen können Entzündungsreaktionen im Körper verantwortlich sein.
Eine Entzündung ist primär also eine Reaktion unseres Körpers um Infektion und Gewebsschäden zu heilen sowie Reizstoffe und Krankheitserreger zu entfernen. Manchmal geraten diese Entzündungen allerdings außer Kontrolle.

Zu viele entzündliche Prozesse schwächen uns

Manche Entzündungsreaktionen bleiben über Monate oder sogar Jahre bestehen, werden also chronisch. Die meisten werden von uns gar nicht wahrgenommen, es sind stille Entzündungen. Täglich sind wir zahlreichen Schadstoffen und Umweltgiften unbewusst ausgesetzt. Autoabgase in der Luft, Farbstoffe und Pestizide in der Nahrung sowie Strahlung richten durchgehend Schäden in unserem Körper an, die durch Entzündungsreaktionen wieder geheilt werden. Weitere Ursachen für chronische Entzündungen können Bewegungsmangel, Schlafmangel und Stress darstellen.

Wenn unser Immunsystem eine ungeheure Anzahl von Bakterien oder Viren bekämpft, fühlen wir uns Schlapp, fiebrig und abgeschlagen. Die Konzentrations- und Denkfähigkeit lassen nach, denn jegliche Energie wird für den Kampf gegen die Eindringlinge bereitgestellt.
Eine chronische stille Entzündung ist vergleichbar mit diesem Kampf, nur im geringeren Ausmaß.

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Was verbirgt sich hinter der Anti – Entzündlichen Ernährung?

Jede Nahrungsaufnahme führt zu einer leichten Entzündung. Das geschieht einerseits durch die in der Nahrung gegebenenfalls enthaltenen Farbstoffe, Pestizide und Konservierungsstoffe. Andererseits durch die mitgeschluckten Bakterien und die Beschaffenheit der Nahrungsmittel. Diese und weitere Faktoren provozieren die Aktivität der Fresszellen des Immunsystems und somit eine Entzündungsreaktion.

Einige Lebensmittel sind „gesünder“ als andere, soviel steht fest. Ein übermäßiger Konsum tierischer Eiweiße steht im Verdacht Osteoporose oder sogar Krebs zu begünstigen. Einige Pflanzen enthalten große Mengen an Phytinsäure, die gegebenenfalls die Aufnahme von Mineralstoffen im Darm verhindert.
Eine Anti – Entzündliche Ernährung ist ein Lebensstill, der potenziell entzündungsfördernde Lebensmittel auf ein Minimum reduziert oder komplett aus der Speisekarte verbannt.

Wer sollte sich anti – entzündlich ernähren?

Natürlich sollte jeder Mensch vorsorglich auf eine ausgewogene Ernährung achten. Besonders ans Herz legen möchte ich es chronisch erkrankten Menschen. Krankheiten wie Rheuma, Neurodermitis, Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa, oder sogar Multiple Sklerose und Krebs können durch eine Ernährungsumstellung einen deutlich besseren Verlauf nehmen.
Meiner Meinung nach sollte jeder Mensch eine Darmsanierung, den Wiederaufbau einer gesunden Darmflora, und eine Anti – Entzündlichen Ernährung anstreben. Schließlich ist Vorsorge immer besser als Nachsorge.

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Diese Produkte sollten vermieden werden
(Liste ist gekürzt und unvollständig)

Kurzkettige glutenhaltige Kohlenhydrate: v.a. Weizen Produkte wie Brot, Pizza, Pasta und so weiter.
Allgemein sollte man die Kohlenhydrataufnahme reduzieren. Dieser Meinung ist mittlerweile auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), die letztes Jahr den Richtwert für Kohlenhydrate auf ~ 50% gesenkt hat. Meiner Meinung nach ist noch mehr Spielraum nach unten.

Wurstwaren: Den meisten Wurstwaren sind verschiedenste Zusatzstoffe beigemengt. Die World Health Organization (WHO) warnt vor verarbeiteten Fleischprodukten. Bereits 50 Gramm am Tag erhöhen das Darmkrebsrisiko um 18%.

Drogen: Alkohol, …

Raffinierter Zucker: Zucker lässt den Blutzucker- sowie den Insulinspiegel in die Höhe schießen und provoziert Entzündungen. Alternative Süßungsmittel sollten ebenfalls in Maßen verzehrt werden – Honig, Xylith, Ahornsirup, ect.

Die Produkte können in Maßen genossen werden.

Milch und Milchprodukte: Die Milchindustrie kämpft hartnäckig um den guten Ruf ihrer Milchprodukte. Jedes Jahr gibt es Berichte über positive Wirkungen. Im Moment steht jedoch fest, die säurehaltige Milch fördert den Kalziumabfluss aus dem Organismus und begünstigt Osteoporose.

Fleisch: Die WHO empfiehlt weißes Fleisch. Zwar gibt eine Metastudie aus 2016 Entwarnung für den Konsum von rotem Fleisch, jedoch nicht für Wurstwaren. Außerdem wurden in der Metastudie nur wenige potenzielle Erkrankungen ausgewertet.
Der Verzehr von Fisch und Fleisch sollte auf ca. 100g – 150g und 2 – 3 Mal pro Woche reguliert werden.

Nüsse: Nur ungesüßt und ungesalzen und 30g – 60g am Tag. Höhere tägliche Mengen können durch Lektine-, Phytinsäure- und Protease-Inhibitoren Anteile die Aufnahme von Mineralstoffen erschweren und die Darmwände angreifen.

Kohlenhydrate: Vollkornreis, Kartoffeln, Quinoa , Amaranth, Buchweizen, ect.

Soja und andere Hülsenfrüchte: Enthalten viele Omega-6 Fettsäuren, Phytinsäure und Lektine. Ggf. 8 Stunden vor verzehr in Wasser einlegen.

Glutenfreies Brot, Pasta ect.: Enthalten meistens Zucker.

Allgemeine Ernährungsbotschaft

Lassen Sie sich nicht von den zahlreichen Mythen und Diäten verwirren. In der Ernährungswissenschaft gibt es keine eindeutige Studienlage. Ein Fleischliebhaber oder ein Veganer wird Ihnen viele Studien vorlegen, die seinen Ernährungsstil bestätigen. Die Wahrheit liegt wie immer irgendwo dazwischen.

  1. Tipp: Betrachten Sie Gemüse als Ihre Hauptnahrungsquelle.
  2. Tipp: Trinken Sie täglich 2-3 Liter stilles Wasser.
  3. Tipp: Setzen Sie sich mit dem Thema Ernährung auseinander.
By |2018-12-13T20:03:25+00:00November 19th, 2018|Osteopathie und Gesundheit|0 Comments
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