Millionen von Frauen leiden jeden Monat an stärksten Regelschmerzen, weshalb viele zu Medikamenten greifen. Ohne die Menstruationsbeschwerden zu lindern, wäre für einige Frauen ein normaler Schul- oder Arbeitsalltag nicht zu bewältigen. In diesem Artikel möchte ich euch Medikamentenfreie Mittel gegen Regelschmerzen aufzeigen, die sich bereits vielfach in meiner Praxis bewährt haben. Helfe Dir selbst!

Basisempfehlungen: Nahrungsergänzungen, die Menstruationsbeschwerden lindern

Obwohl die Menstruation zum Alltag einer Frau gehört, wird dieses Thema von vielen sehr diskret gehandhabt. Vielleicht, weil auch in Teilen unserer Gesellschaft die Menstruation eher als negativ, ja sogar „eklig“ wahrgenommen wird. In manchen Regionen unserer Erde gelten Frauen während der Periode als „unrein“ und müssen während dieser Zeit sogar das Haus verlassen.

Unsere Gesellschaft hat ein bestimmtes Bild von menstruierenden kreiert, nämlich das Bild von gereizten, empfindlichen oder wehleidigen Frauen. In schlechter Stimmung hat sicherlich jeder schon einen gewissen Spruch kassiert „Na, hast du deine Tage?“.

Verständlich, dass viele Frauen ihre Menstruation verheimlichen. Dabei ist es größtenteils ein Merkmal von Gesundheit! Das Merkmal einer gesunden und reproduktionsfähigen Frau.

Nicht ernstgenommen und abgespeist

Die Menstruation ist oder sollte ein gewöhnliches, wiederkehrendes Phänomen darstellen, welches leider häufig mit Schmerzen einhergeht. Dadurch, dass Schmerzen ein subjektives Empfinden sind und 50% – 90% der Frauen immer wieder an starken Menstruationsbeschwerden leiden, ist die Kategorisierung in krankhaft und gesund nicht einfach zu handhaben.

Das bedeutet, Ärzte können die Dringlichkeit und Schwere der Menstruationsbeschwerden nicht immer richtig einschätzen. Dies ist vermutlicher einer der Gründe, warum sich zahlreiche Frauen bei ihren Ärzten nicht ernstgenommen oder abgespeist fühlen. Manche wenden sich aus Schamgefühl gar nicht erst an einen Therapeuten.

Ursachen und Entstehung von Menstruationsbeschwerden

Ursachen für Menstruationsschmerzen

Wenn Du Deine Menstruationsbeschwerden lindern willst, kann es helfen zu wissen, weshalb diese überhaupt erst entstehen. In der Schulmedizin unterscheidet man zwei Arten von starken, wiederkehrenden Regelschmerzen. Der Fachausdruck dafür ist Dysmenorrhoe und beschreibt einen krampf- und wehenartigen Unterleibsschmerz.

Man spricht von einer primären Dysmenorrhoe wenn es keine erkennbaren Ursachen für die Menstruationsschmerzen gibt und diese bereits in sehr jungen Jahren beginnen.

Eine sekundäre Dysmenorrhoe hingegen setzt häufig im Alter zwischen 30 – 40 Jahren ein. Zu den häufigsten Auslösern zählen:

  • Endometriose zählt als häufigste Ursache für eine sekundäre Dysmenorrhoe. Die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) gelangt vermutlich über eine rückwärtsgerichtete Menstruation in den Bauchraum oder auch in weitere Körperabschnitte. Diese ausgewanderten Gebärmutterschleimhäute unterliegen dennoch dem hormonellen Regelzyklus und beginnen während der gewöhnlichen Menstruationsblutung ebenfalls an zu bluten.
  • Myome und Zysten sind gutartige Geschwulste innerhalb der Gebärmutter. Solch ein Geschwulst kann während der Menstruationsblutung zu vermehrten Schmerzen oder zu unvorhergesehenen Schmierblutungen führen.
  • Intrauterinpessar bzw. die Spirale, welche als Verhütungsmittel zum Einsatz kommen, können als Nebenwirkung stärkere Menstruationsschmerzen sowie Blutungen hervorrufen.
  • Tumore der Geschlechtsorgane sind nur selten die Ursache für einen starken Menstruationsschmerz. Trotzdem sollten gerade Frauen in den Wechseljahren bei abnormalen, langen Menstruationsblutungen zeitnah den Frauenarzt aufsuchen.

Wie Menstruationsschmerzen entstehen

Der Menstruationsschmerz, der von einer primären Dysmenorrhoe ausgeht, lässt sich häufig auf einen erhöhten Prostaglandin-Spiegel zurückführen. Einfach ausgedrückt sind Prostaglandine Gewebshormone, die zahlreiche Aufgaben im Körper übernehmen. Eine dieser Aufgaben ist eine klassische Entzündungsreaktion, die dann einsetzt, wenn zu Beginn eines Menstruationszyklus die Gebärmutterschleimhäute(Endometrium) abgestoßen und wieder erneuert werden.

Unter anderem bewirken Prostaglandine das Freisetzen von weiteren Entzündungsmediatoren, wie Bradykinin und Histamin sowie eine Sensibilisierung von Schmerzrezeptoren.

Bei einer sekundären Dysmenorrhoe kann es weitere Schmerzauslöser geben, die nicht zwingend während einer Menstruationsblutung stattfinden. Mögliche Schmerzquellen sind:

  • Chronische Entzündungen
  • Vernarbungen
  • Verwachsungen
  • Blutungen

Starke Menstruationsbeschwerden – ein evolutionärer Vorteil?

Eine Theorie nach Ebert (2019) und Leyendecker et al. (2002) besagt, dass starke Menstruationsbeschwerden eine evolutionäre Anpassung darstellen, die viele Vorteile und aber auch einige Nachteile mit sich bringen. Einerseits bewirken starke Menstruations- Krämpfe und Blutungen ein vollständiges Abstoßen der Gebärmutterschleimhäute, nicht eingenisteter Eizellen und im schlimmsten Fall sogar einen abgestorbenen Fetus. Andererseits werden diese Vorteile durch höhere Blutverluste und Schmerzen in erkauft.

Kann man alle Menstruationsbeschwerden lindern?

Die Antwort auf diese Frage lässt sich in den meisten Fällen mit Ja beantworten. Natürlich gibt es etwa 150 verschiedene Arten von Menstruationsbeschwerden. Zu den häufigsten Menstruationsbeschwerden zählen:

  • Kopfschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Unterleibschmerzen
  • Verstopfung und Durchfall
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Schwindel

Nicht selten gelingt es sämtliche Menstruationsbeschwerden auf einmal zu lindern. Durch ein Nachlassen der krampfartigen Unterleibschmerzen zum Beispiel, werden die Symptome der Rückenschmerzen, Übelkeit und Durchfälle ebenfalls gemildert. Aus manualtherapeutischen Studien wissen wir, dass auch Osteopathie, Physiotherapie, Akupressur und weitere Therapieformen, Menstruationsbeschwerden lindern können.

Medikamente und ihre Nebenwirkungen

Nebenwirkungen von Medikamenten die Menstruationsbeschwerden lindern

Wie eingangs erwähnt beschäftigt sich dieser Beitrag primär mit medikamentfreien Therapiealternativen gegen Menstruationsschmerzen. Ein kurzer Überblick über mögliche Nebenwirkungen von Medikamenten die Menstruationsbeschwerden lindern sollen, möchte ich dennoch nicht vorenthalten. Allein deshalb, weil bereits die Kapseln und Füllstoffe vieler Arzneien diskutabel sind.

Bei den am häufigsten verschriebenen Medikamente handelt es sich um Nicht-Steroidale-Antirheumatika (NSAR).  Die bekanntesten unter Ihnen sind Ibuprofen, Naproxen (Dolormin für Frauen) und Aspirin. Sie werden von den meisten Frauen gut vertragen und können im Notfall eine schnelle Lösung sein, um Menstruationsbeschwerden zu lindern.

Allerdings bergen NSAR wie alle anderen Medikamente auch gewissere Risiken beziehungsweise Nebenwirkungen. Die Nebenwirkungen sind individueller Natur, denn nicht jeder Mensch verträgt und verstoffwechselt Medikamente auf dieselbe Weise.

Eine enorme Review und Metaanalyse von Marjoribank et al. (2010), die insgesamt 189 randomisierte und kontrollierte Studien auswertete, kam zu folgenden Ergebnissen.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen von NSAR gehören verhältnismäßig milde neurologische Symptome wie:

  • Kopfschmerz
  • Müdigkeit
  • Schwindel
  • Vaginaltrockenheit

Außerdem können NSAR auch gastrointestinale-, also dem Magen-Darmtrakt-betreffende Beschwerden, hervorrufen. Dazu zählen:

  • Sodbrennen
  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit & Erbrechen
  • Durchfall & Verstopfung
  • Geringe Blutverluste aus dem Magen-Darmtrakt

Eine weitere Möglichkeit die Menstruationsschmerzen zu lindern ist die Empfängnisverhütung bzw. die Hormontherapie. Hierbei handelt sich es um die Pille (z.B. Chlormadinonacetat) oder die Hormonspirale. Sie verhindern den monatlichen Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und damit die einhergehenden entzündlichen Heilungsprozesse. Beide sind verhältnismäßig risikoarme Mittel gegen Regelschmerzen, die allerdings für viele Frauen nicht in Frage kommen. Einerseits aufgrund eines Kinderwunsches und andererseits, weil für sie ein Eingriff in das hormonelle System nicht in Frage kommt.

Diese Aufzählung sollte Dir keine Angst einjagen, da die meisten dieser Nebenwirkungen nicht sofort und häufig nach längerem Medikamentengebrauch auftreten. Was allerdings deutlich werden sollte ist, dass es sich lohnt alternative Weg einzuschlagen. Das bedeutet, möglichst auf Medikamente zu verzichten und gute alternative Mittel gegen Regelschmerz zu suchen. Wie Medikamente, wirken nicht alle alternativen Mittel gegen Regelschmerz, bei jeder Person gleich. Probiere mehrere und am besten verschiedene Kombinationen aus.

Dein Lifestyle kann Menstruationsbeschwerden lindern

Das optimieren Deines Lifestyles, sollte bei allen anfallenden Beschwerden immer an erster Stelle stehen. Wir werden alle zu Höchstleistungen angespornt, weshalb wir unseren Körper häufig schonungslos Dauerbelastungen aussetzen. Hinterfrage dich selbst, ob Du Dir genug Entspannung gönnst. Damit ist nicht das feierabendliche Glas Wein, das abendliche Couchen und Fernsehen oder das schweißtreibende Workout gemeint. Auch wenn das Dinge sind, die dich gefühlt Entspannen, Lösen sie ggf. indirekt auch Stress aus, welcher nicht nur positiv ist.

Durch einen angepassten Lifestyle kannst Du einige Risikofaktoren, die gegebenenfalls einen negativen Einfluss auf deine Menstruationsbeschwerden haben, reduzieren. Zu den Risikofaktoren zählen:

  • Rauchen
  • Koffein (auch schwarzer Tee)
  • Psychische Belastung und Stress
  • Frühe Menarche (Erste Menstruation)
  • BMI < 20
  • Körperliche und sexuelle Gewalterfahrungen
  • Bewegungsmangel
  • Alkohol (wissenschaftlich nicht bewiesen)

Welche Lifestyle- Faktoren lindern Menstruationsbeschwerden?

3 Säulen der Gesundheiten

Erholsamer Schlaf

Gibt es in Deinem Leben einen Zeitvertreib, den du wirklich Liebst? Mache nun ein Experiment und verzichte 2 Tage lang auf Schlaf. Du wirst schnell feststellen, dass du Schlafen über alles liebst 😊

Achte darauf das du genügend Schlaf bekommst, denn dieser kann deine Menstruationsbeschwerden lindern. Eine gute Methode für erholsamen Schlaf ist es, ein Einschlafritual zu entwickeln. Gönn Dir 30 Minuten Zeit, bevor dem zu Bett gehen. Fülle diese Zeit mit Aufmerksamkeit für Dich selbst. Bereite dir ein Tee und zelebriere den Tagesabschluss mit einem Buch, Hörspiel oder einer aktiven Entspannung.

Aktiv Entspannen

Mit aktiven Entspannungsmethoden kannst du den Fokus auf Dich selbst legen und effektiv zur Ruhe kommen. Aktive Entspannungsmethoden sind wissenschaftlich recht gut erforscht und bringen enorm viele Benefits wie:

  • Körperliche und emotionale Stressreduktion sowie höhere Belastbarkeit und Stresstoleranz, durch Senkung des Stresshormonpegels
  • Herabsetzen der muskulären Anspannung
  • Aktivierung des autonomen Nervensystems
  • Entspannung, Beruhigung, Angstlösung
  • Positive Auswirkung auf kognitive Leistungsfähigkeit
  • Positive Auswirkung auf das Herz-Kreislauf-System
  • Bessere körperliche Wahrnehmung

All das zusammengenommen, hat enorm positiven Einfluss auf deine Menstruationsbeschwerden.

Aktive Entspannungsmethoden

Aktive Entspannungsmethoden können innerhalb kürzester Zeit erlernt werden und bedürfen dann keiner weiteren Anleitung. Du findest zahlreiche gute Entspannungsübungen Online und das auch noch Gratis! Zu den von mir am häufigsten empfohlenen aktiven Entspannungsmethoden zählen:

  • Yoga. Es gibt wunderschöne, sanfte und entspannende Yoga-flows, die du teilweise sogar in Deinem Bett ausüben kannst. Schau zum Beispiel auf dem Kanal von Mady Morrison vorbei und suche nach Abendroutine, Einschlafen oder Yin Yoga.
  • Atemübungen. Falls du so gar keine Lust auf Bewegung hast, Atme Dich in den Schlaf. Vor allem die tiefe Bauchatmung wirkt enorm entspannend und aktiviert den Nervus Vagus. Dieser ist Teil des autonomen Nervensystems und ist sogar als Selbstheilungsnerv bekannt! Eine Mögliche Stimulation findest du hier.
  • Autogenes Training, Bodyscan, progressive Muskelentspannung, Meditation. Sind alles hervorragende aktive Entspannungsmethoden, die Dir nicht nur eine bessere Körperwahrnehmung, innere Ruhe und erholsamen Schlaf schenken, sondern im besten Fall auch Dein Leben verlängern und Deine Menstruationsbeschwerden lindern. Eine Auswahl an entsprechenden Entspannungsmethoden findest Du hier.

Weitere Lifestyle Faktoren, die gegen Menstruationsbeschwerden helfen, wären u.a. Bewegung, Sport und gute Ernährung.

Wie Ausdauersport Menstruationsbeschwerden lindern kann

Warum Bewegung und Sport Menstruationsbeschwerden lindern​

Eine Übersichtsarbeit und Metaanalyse von Carroquino-Garcia et al. (2019), in der 27 Studien zu Bewegungstherapie bei starken Menstruationsbeschwerden ausgewertet wurden, bestätigt eine signifikante Reduktion der Menstruationsschmerzen.

Sport und Bewegung bedeuten für unseren Körper viel mehr, als die meisten es sich vorstellen können. Viele verbinden sportliche Betätigung mit Muskelaufbau, Gewichtverlust und positiven Einflüssen auf das Herz-Kreislauf-System. Allerdings ist Sport bzw. Bewegung noch deutlich mehr als das. Es ist ein Fundament unserer Gesundheit und somit unseres Immunsystems!

Jede einzelne Muskelstimulation setzt in unserem Körper Botenstoffe frei. Heutzutage sind 400 dieser Botenstoffe als Myokine bekannt. Myokine wirken ähnlich wie Hormone und beeinflussen tausende Stoffwechselprozesse. Einige, wie das Myokin Interleukin 6, unterstützen die Aufnahme von Zucker in die Muskelzellen und spielen eine Rolle in unserer natürlichen Immunabwehr.

Bei starken Menstruationsbeschwerden mag sich natürlich kaum jemand einer körperlichen Belastung wie Sport aussetzen. Solltest Du jedoch die Kraft für einen Spaziergang, sanftes Yoga oder Gymnastik finden, kann das durchaus schmerzlindernde Wirkung entfalten.

Ist Bewegung und Sport während deiner Periode nicht möglich, versuche außerhalb der Menstruationsphase 2 – 3 Mal pro Woche sportlich aktiv zu sein. Vermutlich spielt die Auswahl Deiner sportlichen Betätigung eine geringere Rolle, wobei meine persönliche Empfehlung definitiv Stretching und Mobility beinhaltet. Wenn Du zurzeit nicht in der Lage bist Sport zu treiben, versuche es mit täglichen Spaziergängen und sanften Dehnübungen.

Wirkung von Bewegung auf Menstruationsbeschwerden

  • Fördert die Durchblutung
  • Entkrampft Muskulatur (auch Gebärmuttermuskulatur)
  • Setzt Wohlfühlhormone frei
  • Lindert Schmerzen

Eine Art der Bewegung sollte der Vollständig halber nicht unerwähnt bleiben. Sex. Sex ist vor und während der Menstruation medizinisch unbedenklich und kann eine entspannende Wirkung auf Gebärmutter und Beckenboden entfalten.

Warum gesundes Essen Menstruationsbeschwerden lindern kann

Durch Ernährung Menstruationsbeschwerden lindern

Die Studienlage zum Thema Ernährung und Menstruationsbeschwerden ist sehr übersichtlich, weil sie kaum vorhanden ist. Eine generelle Ernährungsempfehlung auszusprechen ist aufgrund von individuellen Faktoren wie, Nahrungsunverträglichkeiten, Vorlieben, Moral und Religion ebenfalls recht schwierig. Fakt ist jedoch, dass es einige Vitamine und Mineralstoffe gibt, die Deine Menstruationsbeschwerden lindern können.

Heutzutage ist es gar nicht so einfach, genügend dieser essentiellen Vitamine und Mineralstoffe mit der Nahrung aufzunehmen, weshalb viele Menschen zu Nahrungsergänzungsmittel greifen. Mein Tipp, um auf möglichst wenig Nahrungsergänzungsmittel zurückzugreifen ist es sich möglichst Gemüse- und Obstreich zu Ernähren. Versuche mindestens 5 – 10 Stück Obst bzw. Gemüse am Tag zu essen.

Im Durchschnitt nehmen ausgewachsene Menschen täglich 1,5 Kg – 2 Kg Nahrung zu sich. Als Faustregel gilt, dass etwa 50% des Nahrungsgewichtes Obst und Gemüse darstellen sollten. Von diesen 50% „grüner Nahrung“, sollten ca. 40% Obst und 60% Gemüse sein. Eine andere Möglichkeit ist bei jeder Mahlzeit dafür zu sorgen, dass 50% auf dem Teller „grün“ ist. Auf diese Weise stellst Du sicher, dass Du viele Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien verzehrst.

Tierische Lebensmittel vermeiden

  • Bei der Entstehung von starken Menstruationsschmerzen spielen wie bereits erwähnt die sogenannten Prostaglandine eine entscheidende Rolle. Leider ist es so, dass tierische Produkte wie Fleisch, Eier, Wurst, Milch und Käse einen entscheidenden Rohstoff für die Bereitstellung von Prostglandine E2 liefern, nämlich die Arachidonsäure.Besonders für Frauen mit zahlreichen Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder für diejenigen, die Ihren tierischen Konsum nicht zügeln können, empfiehlt es sich Omega 3 Fettsäuren einzunehmen. Einfach ausgedrückt, können Omega 3 Fettsäuren gegensinnig zur Arachidonsäure wirken. Genauere Informationen zu Omega 3 lesen sie hier.
Basisernährungsempfehlungen bei Menstruationsbeschwerden

Intervallfasten

Zusätzlich zu der ausgewogenen Ernährung, lohnt es sich immer wieder den Verdauungstrakt zu entlasten. Das Intervallfasten wird häufig als 16 stündiger Nahrungsverzicht, gefolgt von einem 8 stündigem Fenster zur Nahrungsaufnahme interpretiert. Du kannst aber auch 24 oder 36 Stunden fasten.

Das Intervallfasten begünstigt im Besonderen die sogenannte Autophagie unseres Körpers. Autophagie ist einfach ausgedrückt, der Körpereigene Aufräummechanismus. Demnach also Zeit sich von unnötigen angestauten Abfällen zu trennen. Autophagie setzt verstärkt dann ein, sobald unser Verdauungsapparat eine Auszeit bekommt.

Zwar gibt es auf diesem Gebiet bisher keine Studien, die einen Zusammenhang zwischen Intervallfasten und Menstruationsbeschwerden aufzeigen, Erfahrungswerte zeigen jedoch in vielen Fällen eine positive Entwicklung.

Nahrungsergänzungen die Menstruationsbeschwerden lindern

Mit Vitaminen und Mineralstoffen Menstruationsbeschwerden lindern

Wie bereits erwähnt können Vitamin- und Mineralstoffmängel zu stärkeren Menstruationsbeschwerden führen und das sogenannte Prämenstruelle Syndrom (PMS) verschlimmern.

Trotz ausgewogener Ernährung gelingt es aufgrund früher Ernte, langen Transportwegen und mineralstoffarmen- sowie ausgelaugten Erdböden nicht, eine adäquate Vitamin- und Mineralstoffversorgung sicherzustellen. Für diese Fälle lassen sich anhand der vorliegenden Studienlage folgende Nahrungsergänzungsmittel empfehlen:

Wirkung von Bewegung auf Menstruationsbeschwerden

  • Fördert die Durchblutung
  • Entkrampft Muskulatur (auch Gebärmuttermuskulatur)
  • Setzt Wohlfühlhormone frei
  • Lindert Schmerzen

Eine Art der Bewegung sollte der Vollständig halber nicht unerwähnt bleiben. Sex. Sex ist vor und während der Menstruation medizinisch unbedenklich und kann eine entspannende Wirkung auf Gebärmutter und Beckenboden entfalten.

B-Vitamine

Im Fokus stehen hier die Vitamine B1 und B6. Studien zeigen, dass Frauen mit Menstruationsbeschwerden und PMS, häufig eine Unterversorgung mit Vitamin B1 aufweisen.

  • Vitamin B1 ist ausschlaggebend für die Regulation der Stimmungslage und vermag vermutlich, die Muskelkontraktionen der Gebärmutter während der Menstruation zu reduzieren. Zumindest zeigen Studien, dass die Einnahme von Vitamin B1 psychische und körperliche Menstruationsbeschwerden sowie die Schmerzdauer reduzieren können.
  • Vitamin B6 wirkt Krampflösend und zeigt in Kombination mit Magnesium signifikante Abnahme der Wassereinlagerung (Brustspannen), Depressionen und weiteren körperlichen Beschwerden.

Magnesium​

Mittlerweile wissen die meisten, dass Magnesium eine krampflindernde Wirkung aufweist. Außerdem schützt es die Zellwände und reguliert die Funktion von Nerven- und Muskelzellen. Studien können positive Auswirkungen von einer Magnesium- Nahrungsergänzung auf Menstruationsbeschwerden aufzeigen. So weist Magnesium zum Beispiel eine beruhigende und antidepressive Wirkung auf. Darüber hinaus kann es Wassereinlagerungen, Schmerzen und Stimmungsschwankungen reduzieren.

Vitamin E​

Generell gesagt schützt Vitamin E die Zellen unseres Körpers vor oxidativem Stress und zeigt schmerzlindernde Wirkung. Wie eingangs erwähnt, werden Menstruationsschmerzen häufig auf die körpereigene Ausschüttung von Prostaglandinen zurückgeführt [1]. Die schmerzstillende Wirkung von Vitamin E, wird durch eine Hemmung der Prostaglandinsynthese herbeigeführt.

Omega 3 Fettsäuren​

Omega 3 Fettsäuren sind essentielle Fettsäuren, die zwingend mit der Nahrung aufgenommen werden müssen. Sie helfen entzündliche Prozesse zu beenden und somit die Abheilung der Gebärmutterschleimhäute nach der Menstruation zu begünstigen.

Über die Wirkung von Omega 3 Fettsäuren wird in einem anderen Artikel ausgiebig berichtet.

Methylsulfonmethan (MSM)

MSM ist eine schwefelige Verbindung, deren Einnahme viele Körperfunktionen positiv beeinflussen kann. Es ist eines der häufigsten Mineralstoffe in unserem Körper und wird generell immer mit der Nahrung aufgenommen. Besonders Frauen, die wenig tierische Produkte konsumieren, können häufig von 2g – 6g MSM profitieren. Unter anderen hemmt es die Ausschüttung von Prostaglandinen und kann somit Menstruationsbeschwerden lindern.

In diesem Artikel kannst Du Dich ausgiebig über MSM informieren.

Eisen​

Bei starken Menstruationsblutungen kann es notwendig werden, Eisenpräparate einzunehmen. Bereits 1 Milliliter verlorenes Blut, bedeutet einen Eisenverlust von etwa 0,5 mg. Die Einnahme von Eisenpräparaten kann sich positiv auf die Blutneubildung und damit auf Symptome wie Müdigkeit und Antriebslosigkeit.

Natürliche (Haus-) Mitteln gegen Regelschmerzen​

Wärme​

Das simpelste Hilfsmittel gegen Regelschmerzen ist natürlich Wärme. Eine Wärmflasche oder Kirschkissen für den Unterleib oder den Rücken entkrampfen die Muskulatur und sorgen für mildere Schmerzen. Für Unterwegs lassen sich wärmende Pflaster empfehlen.

Unter die Kategorie Wärme bzw. Hydrotherapie (Wassertherapie) zählt auch ein wärmendes Vollbad. Allerdings kann ebenso ein Fußbad enorm entspannend und schmerzlindernd wirken.

Tipp: Eine sinnvolle Kombination der Wassertherapie ist das Hinzufügen von ätherischen Ölen wie Lavendelöl oder Melissenöl.

Aromatherapie ​

Aromatherapie hilft bei Menstruationsbeschwerden
  • Bekannt als Aromatherapie, ist die Verwendung von ätherischen Ölen, deren Inhaltsstoffe und Düfte sich in der Luft relativ schnell verflüchtigen. Aromatherapie wird zur Linderung von verschiedenen Beschwerden und zur Steigerung des Wohlbefindens eingesetzt.Bei Menstruationsbeschwerden werde meistens die ätherischen Öle aus Lavendel oder Melisse empfohlen. Diese können in einer Duftlampe oder einem Aromavernebler eingesetzt werden, um die Raumluft mit ihrem angenehmen Duft zu erfüllen.Weiterhin lassen sich wenige Tropfen dieser ätherischen Öle, mit anderen Trägerölen wie Jojoba- oder Mandelöl vermischen und auf den Körper auftragen. Entweder als Selbstmassage für den Bauch oder aber auch als wohlfühlende Ganzkörpermassage.

Tee​

Tee lindert Menstruationsbeschwerden

In der Naturheilkunde finden seit tausenden Jahren verschiedenste Teesorten für jegliche körperlichen- und psychischen Beschwerden Anwendung. Kaum verwunderlich daher, dass Tees auch Menstruationsbeschwerden lindern können. Besondere Empfehlungen finden folgende Teesorten:

  • Kamille
  • Frauenmantel
  • Schafgarbe
  • Melisse
  • Ingwer

Hackl et al. (2017) empfehlen besondere Teerezepturen bei starken Regelschmerzen. Diese können selbst gemischt oder in einem Teehaus Eures Vertrauens erworben werden.

Teerezeptur für Menstruationsbeschwerden nach Hackl et al. (2017):

  1. Rezeptur

20 g Gänsefingerkraut
30 g Schafgarbenkraut
20 g Melissenblätter
30 g Frauenmantelkraut
25 g Kamillenblüten

  1. Rezeptur

45 g Schlehdorn
25 g Alant
25 g Wacholder
25 g Brennessel
35 g Tausendgludenkraut
35g Schafgarbe

Zubereitungsanleitung

Es werden jeweils 2 Esslöffel der Heilkräutermischung mit einem halben Liter kochendem Wasser übergossen. Die Ziehzeit beträgt 10 Minuten. Einen halben Liter über den Tag verteilt austrinken.

Beginn der Tee- Therapie ist jeweils wenige Tage vor der Menstruation, bis zum Ende der Menstruation.

Phytotherapie (Pflanzenheilkunde)

Dank den Fortschritten in den industriellen Extraktionsprozessen, lassen sich viele pflanzlichen Mittel effektiver als jemals zuvor, gegen Regelschmerzen verwenden. Eine Kurzvorstellung der pflanzlichen Mittel, die Eure Menstruationsbeschwerden lindern können:

  • Curcuma wirkt antientzündlich und kann auf diese Weise auch Schmerzen reduzieren.
  • Mönchspfeffer reguliert das hormonelle Verhältnis zwischen Östrogen und Progesteron.
  • Ingwer eine Allzweckwaffe der TCM, wirkt antientzündlich und lindert Krämpfe.
  • Fenchel wirkt schmerzstillend und krampflösend.
  • Mariendistel unterstützt die Leberfunktion und damit die Entgiftung.
  • Weihrauch wirkt antientzündlich und schmerzlindernd.

Die erwähnten pflanzlichen Mittel gegen Regelschmerzen kannst Du dir in Kapselform besorgen, sodass Du sogar auf Reisen gegen starke Menstruationsbeschwerden gewappnet bist.

Eine Literaturanalyse von Sharghi et al. (2019) konnte eine schmerzlindernde Wirkung von Nahrungsergänzungsmittel mit Kamille und Fenchel bei starken Menstruationsbeschwerden festhalten.

Osteopathie bei Menstruationsschmerzen

Therapiemethoden die Menstruationsbeschwerden lindern

Es existieren glücklicherweise zahlreiche Therapiemethoden, die Menstruationsbeschwerden lindern können. Interessanterweise kommt es weniger auf die Therapiemethode, als auf den Therapeuten an. Wenn man die vorliegende Studienlage betrachtet, werden die folgenden Therapiemethoden am häufigsten erfolgreich gegen Menstruationsbeschwerden angewandt.

Die Auswahl der Technik erscheint dabei weniger relevant, als die Bereiche, die von den jeweiligen Therapeuten behandelt werden. Osteopathisch gesehen erscheint es entscheidend, dass bestehende körperliche Probleme, die auch außerhalb der Menstruation bestehen, behandelt werden. Dieser Eindruck entsteht auf der Tatsache, dass die genannten Therapiemethoden keine Anwendung während der Menstruation finden, sondern zwischen den Menstruationszyklen stattfinden.

Meine Empfehlung lautet daher, bestehende körperliche Beschwerden ernst zu nehmen und diesen selbstständig oder mit Hilfe eines Therapeuten entgegenzutreten.

Basisempfehlungen: Nahrungsmittelergänzungen bei Menstruationsbeschwerden

Um die Präparate bestellen zu können, müssen Sie Konstantin Besel als Therapeuten auf https://www.formmed-shop.de/ auswählen.

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Enthält Orthomolecular-Medizinisch erprobte Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zur Milderung der Menstruationsbeschwerden. Zusätzlich enthalten sind Bioflavonoide, Curcuminoide, Coenzym Q10, Grüntee-Catechine und Traubenkernextrakt.

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Enthält unter anderen Vitamin B1 und B6 sowie alle 8 Speicherformen von Vitamin E.
Zusätzlich kann das enthaltene L-Tryptophan Stimmungsaufhellend und Schmerzlindern wirken.

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Enthält 300 mg Magnesium in der Speicherform Magnesiumoxid.

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Einnahme 1x täglich nach Packungsbeilage zu einer fettreichen Mahlzeit.

MSM
Einnahme 1x morgens, 1x abends zum Essen oder nüchtern.
Einschleichen: Beginne jeweils morgens und abends mit 1 g und steigere bis 3 g (6g tägliche Gesamtdosis).
Hier findest du genaue Informationen wie MSM deine Menstruationsbeschwerden lindern kann.