Physiokey: Behandlung mit elektrischen Impulsen in Kassel

Was das Gerät macht

Ich setze es mit zwei Kontaktflächen auf die Haut. Es gibt einen kurzen Impuls ab, misst danach den elektrischen Widerstand der Haut an dieser Stelle und berechnet daraus den nächsten. So verändert sich die Behandlung während der Anwendung laufend. Hersteller und Anwender nennen dieses Prinzip bioadaptiv.

Die Impulse erreichen die Nervenfasern, die dicht unter der Hautoberfläche liegen. Diese Fasern leiten ihre Signale ins Rückenmark, also dorthin, wo auch die Meldungen aus Muskeln, Gelenken und Bindegewebe ankommen und miteinander verrechnet werden. Dass sich diese Verarbeitung durch Reize von außen beeinflussen lässt, ist seit den Sechzigerjahren die Grundlage jeder Reizstromtherapie.

Mein Ziel dabei ist handfest. Eine Region, die stark schmerzt oder geschwollen ist, lässt sich mit den Händen oft kaum behandeln, weil schon leichter Druck zu viel ist. Wird sie ruhiger, komme ich wieder an sie heran und du bewegst sie wieder freier. Das Gerät ist dafür der Türöffner, die eigentliche Arbeit mache ich danach mit den Händen.

Wie sich das anfühlt

Die meisten beschreiben ein Kribbeln oder ein Prickeln. Manche sagen, es fühle sich an, als würde jemand an einzelnen Härchen ziehen, andere nennen es ein feines Pieksen. Ich stelle die Stärke so ein, dass sie für dich deutlich spürbar und gut auszuhalten ist, und ich frage währenddessen nach.

Ich führe das Gerät langsam über die Region, um die es geht. Innerhalb eines Termins dauert das in der Regel einige Minuten, den Rest der Zeit arbeite ich mit den Händen.

Wann ich es einsetze

Ich greife häufig dazu, wenn eine Region stark schmerzt, wenn sie geschwollen oder entzündet ist oder wenn sie sich kaum bewegen lässt. In solchen Fällen wäre Druck mit der Hand oft schlecht auszuhalten. Auch an Stellen, an denen ich manuell schon gearbeitet habe, setze ich es ergänzend ein.

Was in deinem Termin sinnvoll ist, ergibt sich aus der Untersuchung.

Wie oft das Gerät zum Einsatz kommt, hängt davon ab, wie du darauf reagierst. Manche merken beim ersten Mal etwas, andere gar nichts. Beides kommt vor, und beides ist für mich eine Information.

Wann ich es weglasse

Einige Dinge schließen die Anwendung aus. Sag mir vor dem ersten Einsatz Bescheid, wenn eines davon auf dich zutrifft:

  • aktive Implantate, zum Beispiel ein Herzschrittmacher
  • Herzrhythmusstörungen
  • offene oder frisch verheilte Wunden an der Stelle, um die es geht
  • eine ausgeprägte Nickelallergie, die Elektroden enthalten Spuren davon

In der Schwangerschaft arbeite ich damit nicht im Bereich der Gebärmutter. Alles Weitere gehe ich vor der ersten Anwendung mit dir durch.

Was du dazu wissen solltest

Die Studienlage zu dieser Geräteklasse ist überschaubar. Ich sage dir deshalb vorher, was ich mit dem Gerät vorhabe, und du entscheidest mit. Wenn du nach zwei oder drei Anwendungen nichts bemerkst, lassen wir es weg und arbeiten anders weiter.

Wie ein Termin insgesamt abläuft, steht unter Schmerzen und Verspannungen, die Preise stehen unter Kosten.

Häufige Fragen

Nein. Die Stärke stelle ich gemeinsam mit dir ein, und du sagst mir, wenn es zu viel wird. Manche spüren die Stelle danach für kurze Zeit leicht gerötet oder wärmer.

Die Grundidee ist verwandt, beide arbeiten mit elektrischen Impulsen über die Haut. Der Unterschied liegt in der Steuerung: Das Physiokey misst nach jedem Impuls die Reaktion der Haut und passt den nächsten daran an.

Nein. Das Physiokey gehört zur Behandlung, eine zusätzliche Rechnung entsteht dadurch nicht.

Im Bereich der Gebärmutter setze ich es nicht ein. Ob es an anderer Stelle für dich infrage kommt, klären wir im Termin. Mehr zur Behandlung in der Schwangerschaft steht hier.

Du buchst einen osteopathischen Termin. Ob das Gerät darin vorkommt, entscheidet sich nach der Untersuchung.

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