Osteopathie ist unter anderem eine Form der Schmerztherapie, die sich nicht zwangsläufig mit einzelnen Symptomen beschäftigt. Täglich höre ich von meinen Rückenschmerzpatienten: „Man hat mir geraten meinen Rücken zu kräftigen“. Die Erfahrungen aus der muskulären Testung zeigen jedoch, dass ein schwacher Rücken kaum existiert. Im Gegenteil, die meisten Rücken sind kräftig und häufig überlastet, sodass sie eher einer Entspannung bedürfen. Diese Tatsache macht die Krankengymnastik sowie das Muskeltraining nicht obsolet. Vielmehr muss das Training optimiert und auf andere Körperpartien ausgedehnt werden.

Krafttraining als Schmerztherapie

Ein kräftiger und leistungsfähiger Körper kann viele Alltagssituationen erleichtern. Einige Studien konnten aufzeigen, dass Krafttraining bzw. Muskelaufbau in der Schmerztherapie positive Ergebnisse liefert. Ebenso können Mobilitäts- und Dehnungsübungen ohne großen Kraftaufwand, gleiche Erfolge vorweisen. Egal ob Kraft- oder Mobilitätstraining, Ihr Körper profitiert von der zusätzlichen Bewegung im Alltag. Bewegung ist der Grundstein einer erfolgreichen Schmerztherapie. Welches Training zu Ihnen und Ihren Beschwerden passt, sollte von einem Therapeuten oder einem guten Trainer evaluiert werden.

Schmerztherapie und Gerätetraining

Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich halb liegend in der berühmten Beinpresse und drücken das Gewicht mit Ihren Beinen vom Körper weg. Jetzt versuchen sie sich vorzustellen, wann Sie im Alltag in die Verlegenheit kommen diese Bewegung auszuführen. Richtig, niemals! Selbst wenn die Beinpresse das Aufstehen aus einer tiefen Hocke simuliert, werden physiologischerweise im Alltag viel mehr Muskeln benutzt als in der Beinpresse. Schlimmer noch, die Simulation in der Beinpresse wird ggf. andere Hilfsmuskeln aktivieren, welche dann auch in der Alltagsbewegung akquiriert werden und für einen schlechten Bewegungsablauf verantwortlich sind.

Profisportler bzw. Bodybuilder, die einen neuen ggf. isolierten Wachstumsreiz in der Muskulatur erzwingen wollen, sind an den Fitnessgeräten gut aufgehoben. Aber auch sie müssen mit schlechter Kraftübertragung und suboptimalen Bewegungsabläufen ihres Körpers rechnen.

Schmerztherapie und Osteopathie – Was ich für Sie leisten kann

Osteopathie und Trainingstherapie harmonieren wie kaum eine andere therapeutische Kombination. Die Philosophie der Osteopathie ist es, Bewegung und Mobilität wiederherzustellen, während das Training der Erhaltung der osteopathischen Erfolge dient. Wenn ich von Training spreche, meine ich nicht das isolierte Training von einzelnen Muskelpartien, eingezwängt in einem Fitnessgerät, welches niemals einen physiologischen Bewegungsablauf imitieren kann. Ich spreche von langsamen Bewegungsabläufen mit voller Konzentration auf die beanspruchte Muskulatur oder Körperstellungen, in denen eine Vielzahl an Muskeln aktiviert werden müssen. Diese Form des Trainings kann enorm anstrengend sein und Ihnen innerhalb weniger Minuten körperlich alles abverlangen. Trotzdem werden Sie in den seltensten Fällen große Muskelberge aufbauen. Die Ästhetik sollte dennoch nicht zu kurz kommen. Sie werden feststellen, dass Ihr Körper sich verändert.

  • Die Körperstatik verbessert sich, der Körper kann seine Funktionen besser erfüllen.
  • Ihr Körpergefühl wird geschult, wodurch Sie zukünftig Warnhinweise Ihres Organismus früher erkennen bzw. verstehen lernen.
  • Sie fühlen sich Beweglicher, Sie erhalten sich die Bewegungsvielfalt, zu der Ihr Körper im Stande ist.
  • Sie bringen Ihren Körper auf den Weg der Schmerzfreiheit!
  • Sie werden stärker, steigern Ihre Leistungsfähigkeit.
  • Sie verbrennen viele Kalorien, durch die Ansteuerung vieler Muskelgruppen kommen Sie schnell ins Schwitzen.

Fragen Sie nach einem individuellen Training bei Ihrem Muskelfachmann bei Osteopathie Besel in Kassel.