Rückenschmerzen (auch Nackenschmerzen) nehmen in Deutschland und weiteren Industrienationen aufgrund epidemiologischer und gesundheitsökonomischer Faktoren eine herausragende Stellung unter den gesundheitlichen Störungen ein.

Von akuten Schmerzen spricht man bei einer Dauer von unter drei Wochen. Sie haben oftmals eine gute Prognose, neigen jedoch in 10% – 30% der Fälle zu Rezidiven und in 5% – 10% zu einer chronischen Verlaufsform. Die Definition von chronischen Schmerzen ist nicht immer einheitlich, häufig ist die Rede von anhaltenden und rezidivierenden Schmerzen über 12 Wochen. Chronische Beschwerden können selbst nach Beseitigung der Schmerzursache aufgrund eines Schmerzgedächtnisses fortbestehen.

Rückenschmerzen können durch technische Untersuchungen nicht immer sicher belegt oder ausgeschlossen werden, wodurch sie zu einer subjektiven Erfahrung für den Betroffenen werden. Von unspezifischen Rückenschmerzen ist die Rede, wenn mit klinischen Mitteln keine Ursache gefunden werden kann, bzw. bisher nicht gefunden wurde. Das heißt, es kann keine umschriebene Krankheit festgestellt werden und die Schmerzursache lässt sich nicht sicher einer anatomischen Quelle zuweisen. Der Prozentsatz von unspezifischen Rückenschmerzen wird auf mindestens 80% geschätzt.

Die Ursachen für Rückenschmerzen sind so variabel wie zahlreich. Ist der Schmerz muskulärer Genese, so kann es sich um Traumata wie Gewalteinwirkung, Überdehnung, Überlastung, oder durch chronische Ereignisse wie gewohnheitsbedingte Fehlbelastung, wiederholte stereotype Belastung durch Bewegungen im Training oder Beruf, lang andauernde Kontraktion (z.B. sitzende Tätigkeit) und stressinduzierte Überlastung mit Tonuserhöhung mancher Muskelanteile handeln.
Allerdings können auch Gelenke, Organe oder suboptimale Ernährung bzw. Mineralstoffmangel zu Rückenschmerzen führen.

Eine Depression gilt als einer der Auslöser für chronische Schmerzen, ebenso wie chronische Schmerzen häufig mit Depressionen assoziiert sind. Chronische Schmerzen erhöhen die Inzidenz für eine Depression um das doppelte. Nicht selten bedürfen chronische Rückenschmerzpatienten einer multimodalen Therapie in Form von Schmerztherapie, Manualtherapie und psychologischer Betreuung.

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